Worum geht es?

 

In einer so attraktiven und stark wachsenden Stadt wie München ist ein engagierter und nachhaltiger Wohnungsbau eine der wesentlichsten Voraussetzungen für langfristig bezahlbare Lebensbedingungen. Dabei stellt der 19. Stadtbezirk faktisch einen der großen städtebaulichen Expansionsräume dar: Mit einem prognostizierten Einwohnerzuwachs von 19,5 % (bis zum Jahre 2030) gehört der 19. Stadtbezirk zu jenen Stadtbezirken in München, die in den kommenden Jahren am stärksten wachsen werden (bis zu 10.000 Personen allein in den nächsten 3 bis 4 Jahren).

 

Dieses markante Wachstum bringt gleichermaßen Chancen und Herausforderungen mit sich: Der Stadtbezirk könnte baulich weiter aufgewertet werden, städtebauliche Fehlentwicklungen aus der Vergangenheit könnten kompensiert oder gar korrigiert werden. Die Infrastruktur könnte noch stärker auf die Wohnnutzung ausgerichtet und damit insgesamt verbessert werden. Der Stadtbezirk könnte für junge Familien und Kinder noch attraktiver werden. Andererseits muss dieses Wachstum auch mit dem nötigen Augenmaß geplant und nachhaltig begleitet werden. Die städtebauliche Eigenart der jeweiligen Stadtteile, deren baulicher, struktureller, aber auch sozialen Charakter gilt es zu bewahren und zu kultivieren.    

 

Leider mussten die Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk anlässlich der Planung großer Neubauprojekte in den letzten Jahren allerdings immer wieder erfahren, dass

  • dass das Referat für Stadtplanung und Bauordnung - unabhängig vom Maß der Bebauung - gestalterisch v. a. auf kritische Bebauungsformen, insbesondere Wohntürme/Hochhäuser, setzt: allein nach den derzeitigen Planungen würden im 19. Stadtbezirk in den nächsten Jahren über 20 Wohntürme stehen;
  • die sich bietenden Chancen, um die städtebaulichen Fehlentwicklungen der 60er und 70er Jahre, wie beispielsweise in Gestalt der Wohntürme an der Ferchenseestraße oder des DEBA-Hochhauses zu korrigieren, nicht genutzt worden, sondern mit Projekten wie etwa dem Quartier „Südseite" auf dem ehemaligen Siemensgelände eher wiederholt bzw. verfestigt worden sind;
  • der notwendige Wohnungsbau auf freien Flächen in Formen und Dimensionen geplant wird, die weder städtebaulich verträglich, noch von den Wohnbedingungen her zumutbar sind;
  • die Planung kleinteilig und losgelöst von der Gesamtentwicklung im Stadtbezirk bleibt;
  • für den Wohnungsbau geeignete Flächen gleichzeitig städtebaulich „verschenkt" werden, indem die aus der Absiedlung von Gewerbe entstehenden städtebaulichen Chancen nicht genutzt bzw. zum Teil gar nicht erkannt werden, die mögliche Öffnung von Flächen für den Wohnungsbau „verschlafen" und dadurch deren städtebaulicher Verfall, bis hin zu einer massiven Ausweitung des Rotlichtgewerbes, indirekt begünstigt werden;
  • die an sich sinnvolle Nachverdichtung in ihrem Maß überzogen wird und die Eigenart der betreffenden Gebiete überfordert;
  • die derzeitige Infrastruktur auf die geplanten städtebaulichen Vorhaben im
    19. Stadtbezirk nicht ausgelegt ist und insbesondere ein ausreichendes Angebot an Kinderbetreuung, Grund- und weiterführenden Schulen fehlen;
  • die Verkehrsproblematik im Stadtbezirk bis heute nicht nur ungelöst ist, sondern sich weiter verschärft.

 

Es ist das Anliegen des PLAN Forum 19, durch einen regelmäßigen Austausch mit den Bürgerinitiativen sowie den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern den von der Stadtplanung unmittelbar Betroffenen stärker als bisher eine Stimme zu geben und in diesem Dialog gemeinsam konkrete städteplanerische Vorstellungen für den 19. Stadtbezirk zu formulieren, weiterzuentwickeln und umzusetzen. Aus diesem PLAN Forum 19 ist in den letzten Wochen und Monaten ein gemeinsames Positionspapier entstanden, welches die Grundlage sowohl für politische Maßnahmen, wie auch eine verstärkte Beteiligung der Öffentlichkeit an diesem Thema sein wird.

 

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Aktuelles

Ergebnisse des Bürgerworkshops

am 23. Januar 2014

"Droht unserem Viertel der Infarkt?"

 

sind ausgewertet und online.

 

Hier.

 

 

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